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Der persönliche DSL-Anschluss

 

Die Vorteile von DSL liegen auf der Hand, eine schnelle Internetverbindung zur Nutzung anspruchsvoller Online-Dienste bei vergleichsweise niedrigen Kosten. Ist am gewünschten Standort dann noch DSL in der notwendigen Bandbreite verfügbar, steht einem DSL-Anschluss nichts mehr im Wege. Im Folgenden werden die Schritte zum Breitband-Vergnügen näher beschrieben.

Verfügbarkeit von DSL

Bild DSL AnschlussLeider reicht der persönliche Wunsch nach DSL nicht aus, um am eigenen Standort auch wirklich den schnellen Internetzugang nutzen zu können. Dazu müssen zum einen Kupferkabel als Telefonleitungen genutzt werden, zum anderen darf man nicht zu weit von der nächsten DSL-fähigen Vermittlungsstelle entfernt wohnen. Da man dies nicht ohne weiteres beurteilen kann, bieten verschiedene DSL-Provider auf ihren Websites einen sogenannten Verfügbarkeits-Check an. Dabei gibt man in der Regel einfach seine Telefon-Rufnummer samt Vorwahl in ein Online-Formular ein. Bei manchen Anbietern ist auch die Angabe von Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort erforderlich.

Als Ergebnis bekommt man dann hoffentlich die Bestätigung, dass DSL am gewünschten Ort verfügbar ist. Ist dies nicht der Wahl, gibt es verschiedene Alternativen zu DSL, die auch einen schnellen Zugang ins Netz der Netze bieten können. Im positiven Fall wird der angefragte DSL-Anbieter meist auch die maximal verfügbare Bandbreite anzeigen. Da mit der gewählten Bandbreite je nach Tarif auch unterschiedliche Kosten verbunden sind, sollte man als nächsten Schritt den eigenen Bedarf einschätzen. „Welcher Surftyp bin ich?“ lautet nun die Frage.

Welcher Surftyp bin ich?

DSL 1000 (Download bis zu 1.024 kbit/s, Upload bis zu 128 kbit/s)

DSL 1000 ist die richtige Bandbreite für Einsteiger, die nicht planen, umfangreiche Up- und Downloads im Internet zu machen, sondern das Internet eher für den Austausch von E-Mails (elektronische Nachrichten) ohne große Datei-Anhänge nutzen wollen. DSL 1000 ist zwar bis zu 16 Mal schneller als eine ISDN-Verbindung, doch die Nutzung der zahlreichen Multimedia-Funktionen im Internet kostet damit immer noch viel Zeit. Trotz der Angebote von Internet-Flatrates, die die Kosten begrenzen, kann DSL 1000 zur Geduldsprobe werden.

DSL 2000 (Download bis zu 2.048 kbit/s, Upload bis zu 192 kbit/s)

Mit DSL 2000 dürften die meisten Internet-Nutzer (erst einmal) zufrieden sein. Die Downloadgeschwindigkeit erscheint vielen akzeptabel. Dennoch sollte man genau überlegen, ob man sich mit 2Mbit die Sekunde zufrieden geben kann, wenn man an Anwendungen wie Video-on-Demand, Internetfernsehen oder Online-Games denkt. Insbesondere die Anwender, die sich den DSL-Anschluss mit anderen Personen im Haushalt teilen wollen (oder müssen), sollten bei entsprechender Verfügbarkeit eher zur nächst höheren DSL-Bandbreite greifen.

DSL 6000 (Download bis zu 6.016 kbit/s, Upload bis zu 576 kbit/s)

Wenn nicht zwei oder mehr „Heavy Surfer“, also Internetnutzer mit sehr hohem Downloadvolumen, den DSL-Anschluss gleichzeitig nutzen wollen, wird dieser Anschluss die Bandbreite der Wahl haben. E-Mails mit großen Attachments, Videoclips aus dem Internet und Internettelefonie (VoIP) funktionieren in aller Regel problemlos. Man kann aber auch noch eine Stufe höher gehen, in Zukunft sicherlich auch mehrere Stufen.

DSL 16000 (Download bis zu 16.000 kbit/s, Upload bis zu 1.024 kbit/s)

Bei DSL 16000 dürften kaum noch Wünsche offen bleiben. Die aktuellen Online-Dienste wie Video-Streaming in hoher Qualität und die gleichzeitige Nutzung der Triple Play Dienste (Internet, Telefon, Multimedia) machen selbst mit mehreren Internetsurfern noch Freude. Da allerdings die Internetanwendungen immer höhere Anforderungen an die verfügbaren Bandbreiten stellen, kann man nie wissen, ob man in Zukunft vielleicht nicht doch lieber Varianten wie VDSL nutzen möchte. Doch dazu muss der Netzausbau erst noch voran schreiten.

Der richtige DSL Provider

Bild ProviderZur Freude der Kunden gibt es eine Vielzahl von DSL-Providern, da der Wettbewerb bekanntlich zu fallenden Preisen führt. Allerdings sei auch angemerkt, dass der Kostendruck bei den Providern zu Einsparmaßnahmen führt, die unter Umständen die Qualität und Geschwindigkeit des Service negativ beeinflussen könnten. So kann die Bereitstellung eines DSL-Anschlusses durchaus einige Zeit beanspruchen. In der Regel geht es dabei nicht um Tage, sondern Wochen, wenn auch im Normalfall um wenige Wochen.

Bei aller Vielfalt an DSL-Anbietern kann man doch eine einfache Einteilung vornehmen. Nicht jeder DSL-Provider verfügt über ein eigenes Netz, gegenwärtig ist noch das Gegenteil der Fall. Grundlage vieler DSL-Angebote ist die Nutzung der Leitungen der Deutschen Telekom AG / T-Com. In diesem Fall muss der DSL-Nutzer einen Vertrag mit T-Com über eine herkömmliche Telefonleitung abschließen, wenn noch kein T-Com-Anschluss vorhanden ist. Hier reicht die jeweils günstigste Variante unter den T-Com-Angeboten aus. Auf keinen Fall ist ein T-Com ISDN-Anschluss notwendig, um DSL nutzen zu können.

Den eigentlichen DSL-Vertrag macht man dann mit einem sogenannten Reseller, der selbst Leistungen bei T-Com einkauft und diese dann weiter verkauft. Auch wenn man annehmen könnte, dass ein Reseller notgedrungen teurer sein muss, als wenn man direkt bei T-Com DSL beauftragt, ist dies in der Regel nicht der Fall. Neben den Resellern gibt es DSL-Anbieter, die über ein eigenes Leitungsnetz verfügen, also selbst Netzbetreiber sind. Nutzt man einen solchen DSL-Provider, so benötigt man keinen zusätzlichen T-Com-Anschluss. Es gibt auch Anbieter, die DSL ohne Telefonanschluss oder ISDN-Anschluss vertreiben. Über die Qualität, den Service und vor allem die Kosten sagt die Unterscheidung in Reseller und Netzbetreiber aber noch nichts aus. Hier gilt es, die DSL-Tarife jeweils tagesaktuell zu vergleichen.