Neben dem Notebook, dem PC oder der Spielekonsole, die mit dem Internet verbunden werden sollen, benötigt man eine gewisse Hardware-Ausstattung, die man meist vergünstigt über den jeweiligen DSL-Provider zusätzlich zu dem DSL-Anschluss bestellen kann. Doch dazu muss man genau wissen, welche Geräte für den eigenen Bedarf notwendig sind.
Um nicht in seinem DSL-Startpaket von dem Provider eine für den eigenen Bedarf ungeeignete Hardware vorzufinden, sollte man frühzeitig, also noch vor der DSL-Beauftragung überlegen, wie viele Personen den Internetanschluss gleichzeitig nutzen können sollen und ob eine kabellose Verbindung gewünscht ist, die eine angenehme Flexibilität und Mobilität beim Internetsurfen bieten kann. Will man neben dem reinen Surfen auch Telefonate über das Internet (VoIP) führen, so hat dies ebenfalls einen Einfluss auf die notwendige DSL-Hardware.
In jedem Fall braucht man jedoch einen Splitter, um die Leitung für die Festnetz-Telefonate und den Internetzugang gleichzeitig nutzen zu können. Diesen Splitter erhält man unabhängig von einer weiteren Hardwarebestellung von der Deutschen Telekom AG oder von dem jeweiligen Provider, der den Splitter meist selbst von T-Com erhält. In aller Regel wird der Splitter kostenfrei abgegeben.
Der Splitter wird über ein mitgeliefertes Kabel mit dem Telefonanschluss verbunden und bietet selbst einen DSL-Ausgang sowie drei weitere Anschlüsse für je ein Faxgerät, Telefon und Anrufbeantworter. Verwendet man einen ISDN-Zugang als Basis für DSL, so wird auch ein NBTA (Network Termination Basisanschluss) benötigt. Der NBTA wird mit dem mittleren der drei TAE-Anschlüsse des Splitters verbunden.
Ob man nun den Splitter mit einem sogenannten DSL-Modem, einem DSL-Router oder einen WLAN-Router verbindet, der zudem noch VoIP unterstützt, ist abhängig von der geplanten DSL-Verwendung. Will man den DSL-Anschluss alleine nutzen und verzichtet man auf einen kabellosen Internetzugang, reicht das DSL-Modem. Bei mehreren DSL-Nutzern hingegen benötigt man einen DSL-Router. In vielen Fällen wird man jedoch von seinem DSL-Provider einen DSL-Router erhalten, der dann mit dem Splitter und dem Stromnetz verbunden wird. Die genaue Installation sollte nach der modellabhängigen Beschreibung erfolgen.
Ein DSL-Router bietet mehreren Nutzern den gleichzeitigen Zugang zum Internet. Dafür sollte man jedoch eine höhere Bandbreite gewählt haben als DSL 1000. Der Router verfügt je nach Modell und Hersteller über mehrere LAN- und unter Umständen USB-Anschlüsse, die mit den entsprechenden Anschlüssen am Rechner verknüpft werden. Der PC oder das Notebook müssen hierfür über eine Netzwerkkarte verfügen. Die neue Netzwerkverbindung muss dann über das jeweilige Betriebssystem konfiguriert werden (DFÜ-Einrichtung). Die notwendigen Zugangsdaten für das Internet bekommt man von seinem Provider. Teilweise erhält man auch eine Zugangssoftware von dem Provider, die bei der Konfiguration der Verbindung behilflich ist.
Will man den PC oder das Notebook nicht nur über ein Netzwerkkabel (LAN) oder USB-Kabel mit dem DSL-Router verbinden können, so sollte man einen WLAN-Router wählen. Ein WLAN-Zugang (Wireless LAN) ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der Telefonanschluss nicht in der Nähe des Internetrechners ist und man umständliche Verkabelungen vermeiden möchte. Zudem ist es wesentlich bequemer, mit mehreren Anwender über WLAN auf den DSL-Router zuzugreifen, anstatt zahlreiche Kabel in die verschiedenen Räume zu legen. WLAN-Router bieten in aller Regel zusätzliche LAN- und USB-Anschlüsse, verleihen also Flexibilität bei dem Internetzugang.
Hat das Notebook oder der PC keine WLAN-Vorbereitung, kann man zusätzlich zu dem WLAN-Router einen WLAN-Adapter (WLAN-Stick) bestellen, der über einen USB-Anschluss mit dem Rechner verbunden werden kann. Dabei sollte man darauf achten, dass der WLAN-Adapter die maximale Bandbreite des WLAN-Routers nutzen kann. Hier unterscheidet man die Funkstandards IEEE 802.11a/b/g (mit Bandbreiten bis zu 54 Mbit/s), wobei bereits ein Standard IEEE 802.11n im Anmarsch ist.
Zur Installation des WLAN-Sticks ist meist ein Treiber notwendig. Auf der Software-CD ist in der Regel noch ein WLAN-Assistent enthalten, der bei der Einrichtung des Funknetzwerkes nützlich sein kann. Bei der Einrichtung der WLAN-Verbindung ist ein Netzwerkschlüssel notwendig, der zu dem WLAN-Router gehört. Weitere Sicherheitshinweise zur Vermeidung von unerlaubten Zugriffen auf das Funknetzwerk betreffen die Verwendung von WEP, WPA und WPA2 sowie andere Möglichkeiten der Absicherung.
Voice-over-IP (VoIP), die Internettelefonie, ist insbesondere wegen der möglichen Kostenvorteile gegenüber der Festnetztelefonie sehr verlockend. Weltweite Telefonate können über das Internet ebenso erschwinglich werden wie Ortsgespräche. Um neben den Datendiensten auch die Sprachdienste des Internets nutzen zu können, ohne auf ein herkömmliches Telefon zu verzichten, benötigt man einen DSL-Router mit VoIP-Funktionalität. Alternativ könnte man auch ein Headset und ein sogenanntes Softphone (softwarebasiertes Telefon) einsetzen.
Mit einem VoIP-fähigen Router können die bisher verwendeten analogen Festnetztelefone für die Internettelefonate genutzt werden. Dadurch erspart man sich den Kauf neuer Telefongeräte. Zudem bieten die modernen DSL-Router mit Internettelefonie die Möglichkeit, auch bei ausgeschaltetem Rechner über das Internet zu telefonieren. Dies erlauben die Headset- und Softphone-Variante oder die sogenannten USB-VoIP-Telefone, die man direkt an den Rechner anschließt, leider nicht.
Inzwischen gibt es bereits Komplettlösungen auf dem Markt, die ein DECT-Telefon, eine Telefonanlage, einen WLAN-Router und ein DSL-Modem in sich vereinen. Dies kann für den Anwender einiges an Kosten und Platz sparen.